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Regionalstrategie Hausärzteversorgung und Basisinfrastruktur Leinebergland

Hildesheim, den 21.08.2017

 

Gemeinsam gegen den Hausärztemangel


Niedersachsen fördert Regionalstrategie Hausärzteversorgung und Basisinfrastruktur im Leinebergland

Übergabe des Förderbescheids Hausärzteversorgung

Übergabe des Förderbescheides

 

Der Region Leinebergland e.V. erhält Fördermittel in Höhe von 105.000 € aus dem „Programm zur Förderung von Demografie-Projekten im Bereich der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg“.

Am heutigen Nachmittag überreichten Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung in der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie Karin Beckmann, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Alfeld (Leine) den Förderbescheid für das Vorhaben „Regionalstrategie Hausärzteversorgung und Basisinfrastruktur Leinebergland“.

„Angesichts der Herausforderungen durch den demografischen Wandel besonders in den ländlichen Räumen benötigen wir innovative, neue Ansätze, um im Bereich der Daseinsvorsorge gut gerüstet zu sein. Das geförderte Projekt aus der Region Leinebergland ist ein gutes Beispiel dafür“, so Staatssekretärin Honé.

Die Region hat aufgrund ihrer peripheren Lage unter anderem einen eklatanten Nachteil in Bezug auf die Nachbesetzung von Praxisstandorten. Verschärft wird die Situation noch durch das strukturelle und zunehmende Problem, dass immer weniger Medizinabsolventen Hausärzte in einer eigenen Praxis werden möchten. Der Anteil der weiblichen Studierenden hat stark zugenommen, in vielen Fällen wird gerade von Frauen eher eine Tätigkeit als angestellte Ärztin gesucht.

Die Fördermittel des Landes unterstützen die Entwicklung einer Strategie zur Neuordnung, Bündelung und Modernisierung von Praxisstandorten in Kopplung mit anderen Basisinfrastrukturen und einer Verbesserung der verkehrlichen Anbindung, um positive Rahmenbedingungen für die Niederlassung von Ärzten zu schaffen. Dazu wird der Verein Region Leinebergland e.V. mit seinen Mitgliedern Alfeld, Elze, Freden, Lamspringe, Leinebergland und Sibbesse aus dem Landkreis Hildesheim sowie Delligsen aus dem Landkreis Holzminden nach dem Motto „gemeinsam stärker“ interkommunal und akteursübergreifend zusammenarbeiten.

„Ich freue mich, dass wir neben unseren Mitgliedskommunen auch die Kassenärztliche Vereinigung, den Landkreis Hildesheim, den Landkreis Holzminden und die Hausärzte aus der Region für dieses Projekt begeistern konnten, um eine gemeinsame Regionalstrategie zu entwickeln“, berichtet Bernd Beushausen, Bürgermeister in Alfeld und Mitglied im Gesamtvorstand des Leinebergland e.V.

 

Im Zuge der Erarbeitung und Implementierung der interkommunal abgestimmten Strategie ist es geplant bis Ende 2019 einzelne Pilotvorhaben sofort umzusetzen, sodass erste Bausteine der Regionalstrategie zeitnah ihre Wirkung entfalten können.

 

 

Hintergrundinformationen zum Zukunftsforum und zum Förderprogramm für Demografie-Projekte im Bereich der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

 

Zukunftsforum

 

Ein zentrales Zukunftsthema für das Land Niedersachsen ist  die Gestaltung des demografischen Wandels. Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen können dabei nur im gesellschaftlichen Dialog gefunden werden. Mit dem Zukunftsforum Niedersachsen entwickelt die niedersächsische Landesregierung eine Strategie zum Umgang mit den anstehenden demografischen Entwicklungen.

Das Zukunftsforum setzt sich aus 35 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft

und Wirtschaft, Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften,

Kommunalen Spitzenverbänden, Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege,

Sozialverbänden, Kirchen, Religionsgruppen und anderen gesellschaftlichen Gruppen zusammen. In thematisch wechselnden Arbeitsphasen werden Beispiele guter Praxis erarbeitet und der Landesregierung zur Umsetzung empfohlen.

Am 17. Februar 2014 – auf dem ersten Demografiekongress der Landesregierung – hat

Ministerpräsident Stephan Weil die Mitglieder des Zukunftsforums berufen. Grundlage des

Forums ist die Koalitionsvereinbarung 2013–2018 von SPD und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

und die Regierungserklärung vom 19. Februar 2013 von Ministerpräsident Stephan Weil im

Niedersächsischen Landtag.

Auf Basis der erarbeiteten Empfehlungen sollen Demografie-Projekte durch das intensive Zusammenwirken der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und anderen gesellschaftlichen Gruppen im ganzen Land umgesetzt werden.

 

Weitere Informationen unter folgendem Link: http://www.stk.niedersachsen.de/startseite/themen/demografie/

 

Förderprogramm für die Demografie-Projekte im Bereich der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

 

Für die Umsetzung von Projekten, die auf den Empfehlungen des Zukunftsforums basieren, stehen in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils 200.000 Euro Fördermittel des Landes Niedersachsen für den Bereich der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg zur anteiligen Finanzierung zur Verfügung. Diese können für entsprechende Vorhaben über das ArL Leine-Weser beantragt werden.

Aufgrund der Breite der zu behandelnden Politikbereiche werden jedes Jahr ausgewählte thematische Schwerpunkte definiert, die vom Forum bearbeitet werden. Im ersten Arbeitszyklus (204/2015) stand das Themenfeld „Bildung und Mobilität im demografischen Wandel“ im Mittelpunkt des Zukunftsforums. Im zweiten Arbeitszyklus (2015/2016) lag der Fokus auf der Stärkung der kleinen und mittelgroßen Städte im ländlichen Raum. Am 18. Oktober 2016 wurde der Abschlussbericht des zweiten Arbeitszyklus mit dem Titel „Starke Städte und lebendige Dörfer im ländlichen Raum“ im Rahmen des Demografiekongresses an Ministerpräsident Weil überreicht. Der Fokus des oben genannten aktuellen Abschlussberichts stellt gleichzeitig den thematischen Schwerpunkt der Förderung im Jahr 2017 dar.

 

 

Für Rückfragen wenden Sie sich an Frau Saskia Gähring,

Tel.:     +49 5121 9129-848

Fax:     +49 5121 9129-902

Kontakt
 

Region Leinebergland e.V.

 

Marktstr. 1
31061 Alfeld (Leine)

 

Telefon: (05181) 80 668 09

Fax: (05181) 80 668 10

 

 

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