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Regionales Versorgungszentrum Leinebergland

 

In der gesamten Region Leinebergland wird es in den nächsten Jahren voraussichtlich zu einer Unterversorgung in Bezug auf hausärztliche Leistungen kommen. Das liegt zum einen daran, dass viele Ärzte altersbedingt ihre Praxen schließen und eine Nachbesetzung nicht immer erfolgreich sein wird. Ursachen hierfür liegen zum einen in dem Wunsch angehender Hausärztinnen und Hausärzte, eher in Angestelltenverhältnissen arbeiten zu wollen, als auch in der bevorzugten Ansiedelung in Großstädten statt im ländlichen Raum. Aus diesem Grund hat die Region Leinebergland e.V. mit Mitteln des Amtes für Regionale Landesentwicklung Leine-Weser gemeinsam mit den Bürgermeistern, Vertretern der Hausärzte und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachen (KVN) eine Regionalstrategie erarbeitet, um drohenden Versorgungsengpässen im Bereich der Hausarztversorgung entgegen zu wirken. In diesem Zuge wurde von der Lenkungsgruppe auch die Idee zur Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in kommunaler Trägerschaft erarbeitet. Ein kommunales MVZ ist eine kommunal gesteuerte Einrichtung, in der Hausärzte als Angestellte tätig sind. Für die Ärzte erbringt das MVZ Verwaltungsdienstleistungen, sodass diese sich allein auf die Behandlung der Patienten konzentrieren können.

 

Das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB) hat nun der Region Leinebergland e.V. das Angebot gemacht, in einem Modellprojekt zum Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) als eine von drei Regionen in Niedersachsen mitzuwirken. Ein RVZ ist hierbei eine Kombination aus einemhausärztlichen MVZ und weiteren Angeboten der Daseinsvorsorge wie zum Beispiel Tagespflege, Apotheken, Ergo-/Physiotherapie, Hebammendienste usw.

Durch die Errichtung eines RVZ entstehen wirtschaftliche Risiken für die Kommunen, die durch die Teilnahme an dem Förderprogramm des MB deutlich reduziert werden. Ab dem 3. Arzt kann das RVZ Leinebergland wirtschaftlich betrieben werden, wie eine Wirtschaftlichkeitsanalyse bestätigt hat. Die Stadt Alfeld (Leine) hat im November 2020 - stellvertretend für alle Regionskommunen - einen Förderantrag für die Errichtung eines RVZ Leinebergland an das MB gestellt. Dieser Förderantrag wird in den kommenden Monaten umgesetzt.

 

Bei Fragen rund um das Projekt steht Ihnen Marlies Bahrenberg (Tel.: 05181 8066808, E-Mail:  gerne zur Verfügung. 

 

 

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Dieses Projekt wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten